Alte Seiteninhalte finden, die niemand mehr aufruft
Die Website ist über die Jahre gewachsen. Eine Unterseite zur Sommeraktion von vor drei Jahren ist noch online, eine Mitarbeiterin, die längst nicht mehr im Betrieb ist, hat noch ein Profil mit Foto, und zu einem Angebot, das es gar nicht mehr gibt, findet sich noch eine ganze Leistungsseite. Niemand hat das absichtlich so angelegt. Es ist einfach nie jemand dazu gekommen, es wieder zu entfernen, und mit der Zeit weiß auch niemand mehr genau, wie viele solcher Seiten es inzwischen gibt.
Der Punkt, an dem das auffällt, ist meist ein Relaunch, eine neue Agentur, die sich die Seite ansieht, oder einfach jemand, der über eine Suchmaschine auf einer Seite landet, die seit Jahren nicht mehr stimmt. Dann stellt sich die Frage, die sich eigentlich schon viel früher gestellt hätte: welche der vorhandenen Seiten braucht noch jemand, und welche liegen nur noch herum.
Das Problem ist nicht, einzelne veraltete Seiten zu erkennen, wenn man sie vor sich hat. Das Problem ist, aus fünfzig oder zweihundert Unterseiten überhaupt erst die Kandidaten herauszufiltern, ohne jede einzelne von Hand zu öffnen und zu lesen.
Wie der Ablauf heute läuft
Üblich ist, dass jemand mit der Navigation der Website beginnt und sich von dort aus durchklickt, Unterseite für Unterseite, und dabei mitschreibt, was veraltet wirkt. Das funktioniert für die Seiten, die noch verlinkt sind. Viele alte Seiten sind aber genau deshalb aus dem Blick geraten, weil der Link in der Navigation längst entfernt wurde, die Seite selbst aber weiter online ist und über alte externe Links, alte Lesezeichen oder eine Suchmaschine noch erreichbar bleibt.
Um auch diese zu finden, muss jemand zusätzlich eine vollständige Liste aller tatsächlich vorhandenen Adressen bekommen, zum Beispiel aus der Sitemap der Website oder aus dem Verwaltungssystem, und diese Liste dann gegen die Navigation abgleichen. Für eine Website mit hundert oder mehr Unterseiten sind das erfahrungsgemäß ein bis zwei Arbeitstage, nur um überhaupt eine vollständige Liste zusammenzustellen und grob zu sortieren. Danach beginnt erst die eigentliche Arbeit: für jede fragliche Seite zu klären, ob dort noch etwas Aktuelles steht, ob sie noch jemand aufruft, und ob sie überhaupt noch gebraucht wird.
Weil dieser erste Schritt schon so aufwendig ist, bleibt er oft weg, und veraltete Seiten sammeln sich weiter an, bis der nächste Relaunch wieder von vorne beginnt.
Was sich davon abnehmen lässt
Die Vorarbeit, eine vollständige Liste aller Seiten zu bekommen und sie mit Daten zu versehen, lässt sich automatisieren. Ein Werkzeug aus der Klasse der Website-Crawler durchsucht die ganze Website selbstständig und listet jede gefundene Adresse auf, unabhängig davon, ob sie noch in der Navigation auftaucht oder nicht. Diese Liste lässt sich mit zwei weiteren Datenquellen anreichern: den Zahlen aus einem Analysewerkzeug für die Website, das zeigt, wie viele Besuche eine Seite in den letzten Monaten tatsächlich hatte, und den Zahlen aus der Google Search Console, die zeigt, ob eine Seite überhaupt noch in Suchergebnissen auftaucht.
Aus diesen drei Listen, Seitenadressen, Besuchszahlen und Suchdaten, lässt sich eine einzige Tabelle zusammenführen, in der jede Seite eine Zeile ist. Darin fallen die Kandidaten sofort auf: Seiten mit null Besuchen seit Monaten, kombiniert mit null Impressionen in der Suche. Ein Sprachmodell kann zusätzlich den Text jeder dieser Kandidatenseiten lesen und einen kurzen Hinweis dazu schreiben, etwa "nennt eine Aktion mit Enddatum in der Vergangenheit" oder "beschreibt eine Person, die laut Teamseite nicht mehr gelistet ist". Das ersetzt die Entscheidung nicht, zeigt aber sofort, worauf sich der Verdacht stützt, statt dass jemand die Seite erst selbst öffnen muss, um das herauszufinden.
Am Ende dieses Schritts steht eine sortierte Liste mit Kandidaten und einer kurzen Begründung je Seite, nicht mehr und nicht weniger.
Was es ungefähr kostet
Die folgenden Zahlen sind Größenordnungen für eine Website mit etwa hundert bis dreihundert Unterseiten, kein Angebot eines bestimmten Anbieters.
| Weg | Zeitaufwand | Laufende Kosten |
|---|---|---|
| Von Hand durch die Navigation klicken | 1 bis 2 Arbeitstage, findet nur verlinkte Seiten | keine, nur Arbeitszeit |
| Website-Crawler für die vollständige Liste | 1 bis 2 Stunden Einrichtung, danach Minuten pro Lauf | kostenlos bis niedriger zweistelliger Betrag im Monat, je nach Seitenzahl |
| Zusammenführen mit Analyse- und Suchdaten | halber Tag Einrichtung, danach wenige Minuten pro Lauf | meist in vorhandenen Werkzeugen enthalten |
| Prüfung der Kandidaten durch einen Menschen | 15 bis 30 Minuten pro 10 Kandidatenseiten | keine, nur Arbeitszeit |
Die Prüfung der Kandidaten fällt in jedem Fall an. Sie wird nur kürzer, weil nicht mehr jede Seite der Website durchgesehen werden muss, sondern nur die, bei denen etwas auffällt.
Was am Ende von Hand bleibt
Null Besuche und null Impressionen sind ein Hinweis, keine Entscheidung. Manche Seiten, zum Beispiel ein Impressum, eine Datenschutzerklärung oder eine Seite, die aus rechtlichen Gründen erhalten bleiben muss, haben praktisch nie Besuche und sollen trotzdem bestehen bleiben. Ob eine solche Seite betroffen ist, lässt sich nicht an den Zahlen ablesen, dafür muss jemand wissen, warum die Seite damals angelegt wurde.
Auch die Entscheidung, was mit einer gefundenen Kandidatenseite passiert, löschen, aktualisieren oder stehen lassen, trifft kein Werkzeug. Eine alte Leistungsseite zu löschen, die noch von anderen Websites verlinkt wird, kann dazu führen, dass Besucher auf eine Fehlerseite laufen, statt auf eine passende Alternative weitergeleitet zu werden. Ob eine Umleitung eingerichtet werden sollte und auf welche Seite, ist eine inhaltliche Abwägung, die jemand treffen muss, der die Website und ihre Besucher kennt. Und wenn eine alte Seite doch noch gebraucht wird, etwa weil ein Stammkunde sie sich regelmäßig als Lesezeichen aufruft, zeigt das keine der verwendeten Zahlen, sondern nur das Wissen über den eigenen Betrieb.
Woran man merkt, dass es sich nicht lohnt
Bei einer Website mit einer Handvoll Seiten lohnt sich der Aufbau dieses Ablaufs kaum, dort reicht ein einmaliger Blick durch die Navigation. Soll die Bereinigung ohnehin nur einmal passieren, etwa weil direkt danach ein kompletter Relaunch mit neuer Struktur ansteht, lohnt sich ebenfalls kein dauerhafter Prozess, sondern ein einmaliger Export und ein Nachmittag Durchsicht. Zeigen die ersten Testläufe, dass fast jede Seite noch regelmäßig Besuche hat, gibt es vermutlich kein Altlasten-Problem, sondern eine gut gepflegte Website, und die Suche nach Kandidaten verursacht dann mehr Aufwand, als sie einspart.
Dieser Beitrag ist maschinell geschrieben und vor der Veroeffentlichung automatisch geprueft. Er beschreibt Arbeitsablaeufe, keine Rechts-, Steuer- oder Medizinberatung. Zahlen sind Groessenordnungen aus oeffentlich einsehbaren Listenpreisen, keine Angebote.