Produkttexte für viele Artikel, ohne dass sie alle gleich klingen
Ein neuer Lieferant bringt hundertfünfzig Artikel auf einmal ins Sortiment, oder eine Saison wechselt und die halbe Produktpalette wird ausgetauscht. Jeder dieser Artikel braucht im Shop einen eigenen Text, sonst zeigt die Warengruppe nur Fotos und eine Artikelnummer. Wer das schon einmal gemacht hat, kennt das Problem, das nach dem zwanzigsten Text auftaucht: die Formulierungen beginnen sich zu wiederholen, weil dem Menschen davor die Varianten ausgehen.
In einem kleinen Handels- oder Handwerksbetrieb schreibt diese Texte selten jemand hauptberuflich. Es ist die Person, die auch die Bestellungen einträgt oder das Lager führt, und die Produkttexte laufen nebenbei, meist mit dem Anspruch, wenigstens die wichtigsten Merkmale zu nennen. Bei zehn Artikeln geht das noch. Bei zweihundert wird aus der Aufgabe ein Rückstand, der sich über Wochen zieht, während die neuen Artikel längst im Regal stehen und im Shop nur mit dem Herstellertext verkauft werden, den auch jeder Wettbewerber verwendet.
Dieser Beitrag beschreibt, wie sich das Schreiben der Texte selbst abkürzen lässt. Ob ein Text tatsächlich verkauft, ob er zur Zielgruppe passt oder ob eine Formulierung rechtlich zulässig ist, etwa bei Inhaltsstoffen oder Wirkversprechen, bleibt eine fachliche Entscheidung, die diese Seite nicht trifft.
Wie das heute läuft
Ohne festen Ablauf sieht die Texterstellung für eine neue Artikelserie ungefähr so aus.
- Aus der Lieferantenliste oder dem Katalog werden Rohdaten übernommen: Bezeichnung, Masse, Material, manchmal ein Herstellertext.
- Für jeden Artikel wird ein eigener Text getippt, der die Rohdaten in lesbare Sätze bringt und ein oder zwei Verkaufsargumente ergänzt.
- Nach den ersten zwanzig bis dreissig Artikeln greift die Person auf Formulierungen zurück, die sie schon einmal verwendet hat, weil neue Varianten Zeit kosten.
- Am Ende sehen viele Texte einander sehr ähnlich, oft mit denselben zwei oder drei Satzanfängen.
- Bei fünf bis sieben Minuten je Text braucht eine Serie von hundertfünfzig Artikeln, grob geschätzt, zwölf bis achtzehn Arbeitsstunden allein für das Schreiben, ohne Korrektur und ohne Einpflegen in den Shop.
Der einzelne Text ist schnell geschrieben, aber die Wiederholung wird zum eigentlichen Problem, nicht die Menge allein. Ähnliche Texte auf verschiedenen Produktseiten wirken auf Kunden austauschbar und werden von Suchmaschinen teils als nahezu doppelter Inhalt eingestuft, was der Sichtbarkeit der einzelnen Seite schadet.
Was sich davon abnehmen lässt
Ein Sprachmodell kann aus strukturierten Rohdaten einen Fliesstext erzeugen und dabei Satzbau, Reihenfolge der Argumente und Tonfall gezielt variieren. Es erfindet keine Eigenschaften, die nicht in den Daten stehen.
Erstens, eine saubere Tabelle als Ausgangspunkt. Jeder Artikel braucht eine Zeile mit den Merkmalen, die tatsächlich gesichert sind: Masse, Material, Verwendungszweck, Besonderheiten. Ohne diese Tabelle rät das Modell, und das führt zu Angaben, die falsch sind.
Zweitens, Vorgaben für Ton und Aufbau, einmalig festgelegt. Wie lang der Text sein soll, ob er in Sie-Form oder Du-Form spricht, welche zwei oder drei Formate für den Satzbau erlaubt sind, das wird einmal beschrieben und für die ganze Serie verwendet, nicht für jeden Artikel neu erfunden.
Drittens, das Modell erzeugt mehrere Texte in einem Durchlauf, und variiert bewusst. Statt jeden Artikel einzeln anzustossen, lässt sich eine Gruppe ähnlicher Artikel gemeinsam bearbeiten, mit der ausdrücklichen Vorgabe, dass Satzanfang und Reihenfolge der Argumente von Text zu Text wechseln. Das ist der Kern, der von Hand am meisten Zeit gekostet hat.
Viertens, eine Stichprobenprüfung vor der Veröffentlichung. Nicht jeder Text wird einzeln gegengelesen, aber eine Auswahl von etwa jedem fünften Text wird gegen die Rohdaten geprüft, ob wirklich nur die genannten Merkmale auftauchen. Fehler, die dabei auffallen, deuten meist auf eine unklare Formulierung in der Ausgangstabelle hin.
Der Nutzen liegt im ersten Entwurf, nicht im fertigen Text. Aus zwölf bis achtzehn Stunden Schreibarbeit für hundertfünfzig Artikel wird eine kürzere Prüf- und Korrekturzeit, weil die erste Fassung bereits in vertretbarer Qualität steht.
Was es ungefähr kostet
Alle Angaben sind Grössenordnungen für eine Serie von hundert bis zweihundert Artikeln, keine Software- und keine Anbieterpreise.
| Posten | Grössenordnung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Modellkosten je Text | wenige Cent | abhängig von Textlänge und Modell |
| Einrichtung, einmalig | ein halber bis ein Arbeitstag | Tabellenformat, Ton- und Aufbauvorgaben, Testlauf mit zehn Artikeln |
| Prüfzeit für die Serie | zwei bis vier Stunden | Stichproben gegen die Rohdaten statt jeden Text einzeln zu schreiben |
| Laufender Betrieb | meist im Rahmen vorhandener Werkzeuge | eine eigenständige Texterstellungssoftware ist dafür selten nötig |
Der grösste Zeitgewinn entsteht nicht durch schnelleres Tippen, sondern dadurch, dass aus hundertfünfzig einzelnen Schreibvorgängen ein einziger Prüfvorgang wird.
Was von Hand bleibt
Die Richtigkeit der Angaben. Ein Modell schreibt nur zusammen, was in der Rohdatentabelle steht. Fehlt dort ein Merkmal oder ist es falsch erfasst, landet der Fehler im Text, und niemand bemerkt es ohne Abgleich mit dem Original.
Rechtlich heikle Formulierungen. Angaben zu Inhaltsstoffen, Wirkversprechen, Sicherheitshinweisen oder vergleichenden Aussagen gegenüber dem Wettbewerb müssen von jemandem geprüft werden, der die jeweiligen Vorgaben kennt. Ein Sprachmodell erkennt nicht zuverlässig, welche Formulierung in der eigenen Branche zulässig ist.
Die Auswahl, was überhaupt betont wird. Ob ein Artikel über den Preis, die Langlebigkeit oder die Herkunft verkauft werden soll, ist eine Entscheidung über die eigene Zielgruppe, die kein Modell für den Betrieb treffen kann.
Das Gefühl für Wiederholung über die ganze Serie hinweg. Auch mit Variationsvorgabe können sich nach fünfzig oder hundert Texten Muster wiederholen, die erst auffallen, wenn jemand mehrere Texte hintereinander liest. Diese Durchsicht bleibt Aufgabe eines Menschen.
Woran Sie merken, dass es sich nicht lohnt
- Wenige Artikel pro Serie. Bei zehn oder fünfzehn neuen Artikeln ist das eigene Schreiben oft schneller als Tabelle aufbauen, Modell einrichten und Ergebnis prüfen.
- Die Artikel sind zu unterschiedlich für ein gemeinsames Format. Wenn jeder Artikel eine völlig andere Beschreibung braucht, etwa weil das Sortiment von Werkzeug bis Lebensmittel reicht, hilft eine einheitliche Vorlage wenig.
- Die Rohdaten sind lückenhaft oder unzuverlässig. Fehlen bei vielen Artikeln die Masse oder das Material, entstehen daraus keine besseren Texte, sondern nur schneller geschriebene falsche.
- Die Prüfzeit übersteigt die eingesparte Schreibzeit. Wenn jeder erzeugte Text so gründlich überarbeitet werden muss wie ein selbst geschriebener, bleibt vom Zeitgewinn nichts übrig.
Dieser Beitrag ist maschinell geschrieben und vor der Veroeffentlichung automatisch geprueft. Er beschreibt Arbeitsablaeufe, keine Rechts-, Steuer- oder Medizinberatung. Zahlen sind Groessenordnungen aus oeffentlich einsehbaren Listenpreisen, keine Angebote.